Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Jenseitskontakt beschäftigt, stellt schnell fest: Die Angebote unterscheiden sich erheblich – nicht nur im Preis, sondern auch in der Dauer. Dieser Artikel erklärt, was derzeit üblich ist und warum ich mich für eine Sitzungsdauer von 90 Minuten entschieden habe – und was das für die Art und Qualität einer Sitzung bedeutet.
Wie lange dauert ein Jenseitskontakt?
Die Dauer variiert je nach Medium und Arbeitsweise erheblich. Bei mir dauert eine Jenseitssitzung 90 Minuten. Im deutschsprachigen Raum üblich sind Sitzungen von 30 bis 90 Minuten. 60 Minuten gelten als Standardformat. 90 Minuten sind seltener – doch sie ermöglichen mir eine bestimmte Art von Tiefe, die ich im Folgenden erläutern möchte.
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Warum ich 90 Minuten einplane
In meinen Augen geht es bei einem Jenseitskontakt nicht nur darum, von der verstorbenen Person eine bestimmte Anzahl an Beweisen zu liefern und dann eine kurze Botschaft zu übermitteln. Für mich bedeutet ein Jenseitskontakt, eine Verbindung herzustellen – zwischen dem Hinterbliebenen und dem Verstorbenen – die über die reinen Worte hinausgeht. Das braucht Raum – für Gefühle, für Staunen, für das Ankommen in einer Erfahrung, die viele Menschen zum ersten Mal erleben.
Darum ist mir wichtig, dass eine Sitzung mit genügend Zeit beginnt: Zu Beginn erkläre ich meine Arbeitsweise und beantworte alle Fragen, die vorab vielleicht noch da sind. Gerade für Menschen, die noch nie einen Jenseitskontakt erlebt haben, ist das entscheidend – damit sie sich wirklich auf die Erfahrung einlassen können, anstatt mit Unsicherheiten im Kopf in die Sitzung zu gehen.
Dasselbe gilt für das Ende: Wenn Menschen nach einer Sitzung tief berührt sind, entstehen oft Fragen – über die geistige Welt, über das, was sie gerade erlebt haben, über die Einordnung von Phänomenen, die über das rationale Verständnis hinausgehen. Auch dafür soll Raum sein.
Was in 90 Minuten möglich wird
Was mir in meiner Arbeit am Herzen liegt: Die verstorbene Person bekommt in einer Sitzung – möglicherweise einmalig – die Gelegenheit, mit ihrer geliebten Hinterbliebenen zu sprechen. Ich möchte sicherstellen, dass wirklich alles gesagt und gezeigt werden kann, was ihr wichtig ist.
Was ich immer wieder erlebe: Wenn ich viel Raum gebe, werden gemeinsame Erinnerungen und Erfahrungen oft viel detaillierter geteilt, manchmal sogar für den Hinterbliebenen fühlbar. Geschichten tauchen auf, die der Hinterbliebene vielleicht längst vergessen hatte. Und gerade bei Themen, die zu Lebzeiten vielleicht offen geblieben sind, zeigt sich immer wieder, dass sich die Verstorbenen nicht einfach mit einem Satz entschuldigen wollen. Ist etwas vorgefallen, möchten sie versuchen, zu erklären, wie es dazu kommen konnte. Und vor allem: zeigen, dass sie seither einen inneren Prozess durchlaufen und ihre Schuld reflektiert bzw. selbst durchgefühlt haben. Oft benötigt es diesen Prozess, damit eine Entschuldigung vom Hinterbliebenen in der Tiefe angenommen werden kann. Das braucht Zeit – und kann das Leben des Hinterbliebenen verändern.
Jede Sitzung ist individuell: Manchmal zeigen sich mehrere Verstorbene, manchmal eine einzige Person, die dann sehr in die Tiefe geht. Das hängt von der Art der Beziehung, der Persönlichkeit des Verstorbenen und den Anliegen des Hinterbliebenen ab – und natürlich von dem, was die geistige Welt für den richtigen Moment hält.
Was kostet ein Jenseitskontakt?
Die Preise im deutschsprachigen Raum variieren je nach Dauer und Erfahrung des Mediums. Bei mir kostet eine Sitzung 180 € für 90 Minuten. Ich lege Wert auf vollständige Preistransparenz: Sie wissen vorab genau, wie lange die Sitzung dauert und was sie kostet. Es gibt keine Zusatzgebühren, keine Überraschungen, keine Abrechnung nach Zeit. Und sollte kein zufriedenstellender Kontakt zustande kommen, erstatten ich den Betrag vollständig zurück.
Ist ein längerer Jenseitskontakt besser?
Das kann nicht pauschal beantwortet werden. In Großbritannien etwa gibt es sogenannte Spiritual Churches, in denen jeden Sonntag Medien für die Gottesdienstbesucher Kontakte herstellen – jeweils nur wenige Minuten pro Person. Das ist kein minderwertiges Format, es hat schlicht eine andere Zielsetzung: Hier geht es darum, die ganze Gemeinschaft daran zu erinnern, dass unsere Verstorbenen bei uns sind.
In einem persönlichen Jenseitskontakt geht es um etwas anders – um eine einzigartige Begegnung zwischen der verstorbenen Person und ihren Hinterbliebenen. Und dafür ist mir Tiefe wichtig – die thematische, die emotionale und die Erfahrungstiefe. Wenn jemand zu mir kommt, möchte ich, dass die Verbindung wirklich spürbar wird. Dass die verstorbene Person sich fühlbar mitteilen kann – mit ihrem Charakter, ihrer Geschichte, ihrer Liebe. Und dafür – braucht es Zeit.